DIE LAUFMAUS®

EINE HANDVOLL WISSENSCHAFT

Interdisziplinäres Know-how aus vielen unterschiedlichen Wissenschafts- und Forschungsbereichen war nötig, um die Entwicklung der LAUFMAUS® von der Idee bis hin zum Produkt in die Tat umzusetzen.g.

Martin Rutemöller
(Diplom-Sportwissenschaftler und Mitglied des LAUFMAUS® Entwicklerteams)

EVOLUTION

Die (R)evolution auf zwei Beinen

Was die watschelartige Silhouette mancher Läufer mit unseren Vorfahren, den Affen, zu tun hat …

Unsere Vorfahren, die Affen, sind Vierfüßler. Mit ihren langen Unterarmen und Fingern sind sie geschickt im Hangeln, Kriechen und Klettern. Durch das schmale Becken, Füße in platter V-Form und die mangelnde Fähigkeit ihre Beine zu strecken, können Affen nur eine Art „Watschelgang“ ausüben. Das macht sie auf dem Boden weder besonders schnell noch besonders wendig.

Der Mensch hingegen entwickelte im Laufe der Evolution – hin zum aufrechten Gang – einen völlig anderen Körperbau und Körperschwerpunkt: vollständig streckbare Beine, deutlich verlängerte Unterschenkel, kürzere Arme, ein breites Becken und Füße mit Quer- sowie Längsgewölbe. Hierdurch wurde langes und schnelles Laufen erleichtert.

Trotz dieser Unterschiede zwischen Affe und Mensch sind zwei Gemeinsamkeiten besonders auffällig: Beide Spezies benutzen ihre vorderen Extremitäten zur richtungsgebenden Steuerung des Körpers. Die Richtung, in die Hände und Kopf sich bewegen, ist die Bewegungsrichtung des Körpers. Kopfdrehung und die Haltung der vorderen oberen Extremitäten sind für die Richtungsstabilität aller Bewegungsmuster enorm wichtig.

Menschen haben allerdings durch die Bauart ihrer Hände einen wesentlichen Vorteil, der erst durch den aufrechten Gang entstanden ist. Ihre Hände sind frei und vielseitig einsetzbar. Sie sind ein wahres Multi-Tool und dienen nicht nur zum Greifen, Halten, Fangen und Verteidigen, sondern sie sind auch entscheidend für die Stellung des Schulter-Arm-Komplexes und für eine funktionierende Körperspannung.

Die Hände des Menschen leiten bei Fortbewegung die Richtungssteuerung ein und stabilisieren den Gang.

MEDIZIN

Bewegung ist die beste Medizin

Wieso man die Funktion und Gesundheit seines Herz-Kreislauf-Systems selbst in der Hand hat …

Die moderne Medizin ist überzeugt davon, dass Bewegung in Form von Laufsport und wöchentlichem Training den Organismus bis ins hohe Alter fit halten. Ein starkes Herz-Kreislauf-System ist nachweislich der beste Garant für ein langes Leben. Starke Muskeln und trainierte Gelenke sorgen für eine optimale Körperhaltung.

Die gewünschten positiven Effekte können aber nur eintreten, wenn das Lauftraining optimal durchgeführt wird. Dazu muss der Körperschwerpunkt optimal sein. Nur so können Überbelastung und zu hohe Beanspruchung der Gelenke vermieden werden. Medizinisch gesehen hat der menschliche Körper dazu mehrere „Stellschrauben“. Zum einen – wie bei einem erdbebensicheren Wolkenkratzer, in dessen Inneren ein großes Pendel eingebaut ist – stabilisiert er sich vergleichbar über die inneren Organe als Schwingungsdämpfer, zum anderen über das Skelett, die Muskeln, Faszien, Sehnen und Bänder.

Für maximale Lauf-Stabilität muss physiologisch vieles im unteren und oberen Körperbereich perfekt zusammenspielen:
Das perfekte Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkörper sind Voraussetzung für eine gute Gang- und Laufstabilität: Zu den angeborenen Stabilisatoren gehören der Muskel „Musculus popliteus“ auf der Knie-Rückseite, das Fußgewölbe, das Kreuz- und Steißbein, die Halswirbelsäule, die Nackenmuskulatur und nicht zuletzt das Zwerchfell, das für die Atembreite und die Stabilität des Brustkorbs verantwortlich ist. 

Die Komplexität der Steuerelemente macht deutlich, wie speziell und einzigartig die Körperstatik des Menschen durch den aufrechten Gang geworden ist. Konstruktionsbedingte Schwächen im Bauplan des Menschen sind Relikte dieser Aufrichtung, sogenannte „anatomische Engstellen“. Gemeint sind Bereiche im Körper, wo das Gewicht von Gelenken und Organen dem Gesetz der Schwerkraft folgt und auf anderen Bereichen lastet, sie einengt oder schlimmstenfalls verklemmt. Die Engstellen im Körper sind bindegewebig, gelenkig und lagebedingt durch innere Organe bei jedem Menschen durch den aufrechten Gang entstanden. Ihre negativen Einflüsse auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Menschen ist gut beeinflussbar. Eine Entspannung der Engstellen durch eine optimierte Körperhaltung kann Wunder bewirken.

Mit der LAUFMAUS® in den Händen entstehen diese Effekte nahezu unbewusst. Der Körper streckt sich und anatomische Engstellen öffnen sich. Durch die nach außen gedrehten Hände und die parallel zum Körper geführten Arme bekommt nicht nur der Brustkorb mehr Bewegungsfreiheit und ermöglicht eine tiefere Atmung, sondern auch die Organe im Bauchraum haben deutlich mehr Platz, um bei sportlicher Aktivität besser zu funktionieren. Zudem richtet sich die Halswirbelsäule auf und die Halsschlagadern sowie alle Gefäße der Wirbelsäule bis hin zum Rückenmark werden entlastet.

HIRN­FORSCHUNG

Das Hirn läuft immer mit

Wie das Hirn entscheidend mitmischt, wenn es um die richtige Haltung beim Laufen geht …

Das Gehirn ist nicht ohne Grund das wichtigste Organ des Menschen. Nur das Gehirn besitzt die besondere Fähigkeit der Neuroplastizität. Es befindet sich in einem ständigen inneren Umbau, der nie abgeschlossen ist.

Unter diesem Aspekt gewinnt der sensomotorische Einfluss über die Hände zum Gehirn eine noch größere Bedeutung. Fingerstellung, Handhaltung, Sensorik und Motorik der Hände sind im Gehirn räumlich und im Anteil an der gesamten Hirnsubstanz überproportional stark repräsentiert. Kleinste Reize an den Händen haben große Auswirkungen auf den gesamten Körper. Im Gehirn werden unzählige Meldungen verarbeitet, die aus den Empfindungssensoren der Handinnenflächen stammen.

Die LAUFMAUS® triggert exakt an jenen Zonen der Hand, die Verbindungen zum unbewussten Nervensystem haben. Die Weiterleitung der Signale erfolgt über die Arme bis zum Gehirn.

Diese Informationsübermittlung löst direkt Emotionen und Bilder aus, die für unser inneres Wohlbefinden sorgen, ist aber auch verantwortlich dafür, dass es zu konkreten physiologischen Reaktionen wie einer veränderten Körperhaltung oder einer verstärkten Körperspannung kommt. Das Gehirn verarbeitet diese Meldungen aus dem Hand-Arm-Schulter-Komplex und reagiert permanent und flexibel entsprechend auf diese Botschaften. Hierzu verfügt es über mehrere Wege: Nerven, Blutgefäße, Lymphbahnen und chemische Botenstoffe. Alle Erregungsleitungen laufen über redundante biologische Meldesysteme, die sich selbstständig regulieren.

Lockere, elastische Beweglichkeit, Wendigkeit, Wohlbefinden und eine Verbesserung der allgemeinen Motorik entstehen letztlich also auch dadurch, dass Handkontakt Hirnkontakt erzeugt.

VERHALTENS­FORSCHUNG

Läufer brauchen starke Nerven

Warum Sportlern das Laufen nicht nur manchmal, sondern immer auf die Nerven geht …

Neurologen ist der bedeutende Einfluss der Handinnenflächen auf das menschliche Nervensystem schon lange bekannt. Es sind die Empfindungsqualitäten der Haut und der Bindegewebe, die eine Maximalwirkung auf den Körper ausüben. Man nennt diese spezifischen Reflexzonen auch Maximalpunkte oder „Point of entry“ (Eintrittspforten).

Die LAUFMAUS® bewirkt über den Spinalnerv „Nervus medianus“, der durch Handinnenfläche, Daumen und Zeigefinger läuft, eine Meldung an ein bestimmtes Hirnareal, das für nicht bewusst gesteuerte Bewegungen im Bereich von Schulter, Arm und Nacken verantwortlich ist.

Ausgehend von der Hand wird über das vegetative Nervensystem und über die Fortleitung im Rückenmark die sogenannte Insula aktiviert – also jener der fünf Großhirnlappen, der in das vegetative Nervensystem eingebunden ist. Als Bindeglied und Kontrollinstanz zwischen den verschiedenen Hirnbereichen werden in der Insula die für Läufer entscheidenden Empfindungen generiert: Leistung und Freude.

Nur wenn diese beiden Sinneswahrnehmungen zusammen perfekt harmonieren, mündet dies in dem von Läufern so begehrten wie faszinierenden Flow-Erlebnis.

CHINESISCHE MEDIZIN

Kleine Punkte – große Wirkung

Wieso Akupunkturnadeln und Impulse in den Handinnenflächen natürliches Ganzkörper-Doping für Sportler sind …

In der Akupunktur ist über die Handinnenflächen und über die Handgelenke eine überaus große Wirkung auf die inneren Organe des Menschen zu erreichen. In der chinesischen Medizin werden diese Punkte für die Aktivierung und Beeinflussung der Lebens- und der Organenergien genutzt.

Über 17.000 Fühlkörper stecken an und in den Händen. Sie sind in der Lage alle möglichen Reize aufzunehmen – ganz egal ob geringste Temperaturunterschiede, Vibrationen oder Bewegungen. Punktgenau darauf zielt auch die Konstruktion der LAUFMAUS® ab. Hat man sie in der Hand, entsteht ein Kontakt entlang der Lebenslinie und zu den dort befindlichen außerordentlichen und Meridian-Akupunkturpunkten. Dieser sensorische Effekt der Akupressur führt zu einer Verbesserung der Gesamtvitalität und Leistungsfähigkeit.

Genau darauf zielt auch die Konstruktion der LAUFMAUS® ab. Hat man sie in der Hand, entsteht ein Kontakt entlang der Lebenslinie und zu den dort befindlichen Akkupunkturmeridianen. Insbesondere zu dem sogenannten Perikard, der ganz entscheidend verantwortlich ist für vegetative Beruhigung, Kreislaufstärkung und Stoffwechseloptimierung. Dieser sensorische Effekt, der dem der Akupunktur ähnelt, führt zu einer Verbesserung der Gesamtvitalität und Leistungsfähigkeit.

Das Resultat ist eine spürbare Spannungs- und Stressreduktion, ausgelöst durch die geänderte neurologische Reizverarbeitung und die Reaktion auf die gezielten mechanischen Impulse, die durch die LAUFMAUS® in den Handinnenflächen ausgelöst werden.

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